Malerei I

24. Juni – 15. Juli 2018

Die menschliche Figur in der Bewegung: Modell-Studien, Videoaufnahmen, Standfotos, gemalte Bilder, 10-minuten Studien und Bewegung, Bildskizzen, Szenebilder

Für AnfängerInnen, aber auch für Fortgeschrittene wird in der ersten Woche ein, nach neuesten didaktischen Gesichtspunkten aufgebautes Training der wichtigsten Fähigkeiten zu zeichnen und zu malen angeboten: Das Portrait, der menschliche Körper in der Bewegung, der Raum, die Farben, sowie der strategische Einsatz der Farben im Bild.

Malerei I ist die Übung zur figurativen Malerei des Menschen anhand von Modellen und im Weiteren auch von Videos und Fotos dieser Modelle.

Für Anfänger werden Maltechniken gezeigt, die einen einfachen und lustvollen Einstieg in die figurative Malerei ermöglichen. Für Fortgeschrittene werden Methoden des Experimentierens gezeigt, die bekannten und perfektionierten Wege die bisher erlangt wurden zu erweitern und auch neue Wege zu finden.

Optionale Erweiterung:
für interessierte Teilnehmer wird eine Erweiterung des Tafelbildes gezeigt. Ausgehend von Motiven der Deckengemälde im Sala dei Specchi im Palazzo Zenobio, in dem unsere Ateliers eingerichtet sind, wollen wir das Tafelbild erweitern durch bewegtes Bild oder Sprache. Wir können durch Video in experimenteller Form einen zusätzlichen Fantasieraum zum Bild aufspannen.

Das Kunstwerk entsteht im Betrachter, indem er das Getrennte, das Video und das Bild, frei zusammen denkt.

Die mitarbeitenden Modelle sind professionelle Tänzer und Schauspieler, die unterstützend beim Aufbau der Szenen und gewünschten Themen mitwirken.

Leitender Dozent: Wolf Werdigier, Wien

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Malerei II

24. Juni – 8. Juli 2018

In der Malerei II Meisterklasse werden verschiedene Ansätze des künstlerischen Schaffens erforscht.

Der Kurs wird sich auf das Thema der medienorientierten Realität der Informationsgesellschaft konzentrieren, in dem wir die Möglichkeiten der Rolle und Gültigkeit der Malerei untersuchen werden.

Zu den Themen gehören: Wie können wir die Malerei als Modell der Erinnerungstechnik neu interpretieren? das heißt, wie ein erfolgreiches Gemälde eher einen Hinweis auf das Unsichtbare gibt als auf das, was gesehen werden kann. Mit anderen Worten, die kreative Absicht sollte einen Raum für das Zufällige, für das nicht Spezifizierte geben.

Wie können wir diese "virtuellen" Augen entwickeln?

Die Entstehung eines interessanten Gemäldes steht immer an der Grenze einer alchemistischen Transmutation. Die Transformation kann verschiedene Formen annehmen, wenn der Maler zum Pinsel wird und/ oder die Farbe, die Farbe zu Formen und/ oder Licht wird usw.

Wie können wir den Weg dieses Umwandlungsprozesses finden?

Das primäre Attribut der Malerei ist die Zeitlosigkeit, manche sagen, es ist nur eine Illusion der Langsamkeit. Was man beim Malen erreichen kann, ist, einen Moment der Klarheit zu schaffen und in den Zustand des Flows einzutreten. Wir werden auch versuchen, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie ist es möglich, in den Zustand des Flows zu gelangen?

Technische Prinzipien sind:

  • Pinsel Disziplin (Geste, Druck und Schwerkraft);
  • Theorie der chromatischen und tonalen Progression (Anpassung der Farben und Beherrschung des "Chiaroscuro");
  • Zusammensetzung und Kräfte, die ein Gemälde führen;
  • Richtlinien für den analytischen Ansatz zum Zeichnen eines Modells.

Dieser Kurs bringt das individuelle Potential jedes Schülers auf den Punkt.

Die Malerei II Klasse ist für Anfänger und diejenigen, die bereits Erfahrung in der Malerei haben, gedacht und möchte verschiedene Möglichkeiten des Malprozesses erkunden.

Leitender Dozent: Attila Szűcs, Budapest

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Malerei III

8. Juli – 15. Juli 2018

Als roter Faden durch die Malerei Klasse III läuft die Frage nach der konzeptuellen und formalen Schichtung eines Gemäldes. Als Einführung in dieses Thema wird die Analyse des rätselhaften Gemäldes “La Tempesta” von Giorgione vorgeschlagen. Was macht dieses Gemälde auch nach 500 Jahren immer noch interessant und wie hat es den Moment der Spannung und des Geheimnises behalten können? Wie gelingt es Giorgione, ein Gefühl der Entfremdung zu schaffen, das bis heute nachwirkt? Die Komplexität dieses zeitlosen Gemäldes liegt meiner Meinung nach in der Spannung zwischen Konzept und Bild.

Eine starke Arbeit erfordert eine Anstrengung des Betrachters und wirft Fragen auf, die den Antworten ausweichen. Zusammen analysieren wir neben “La Tempesta” sowohl die Werke alter Meister als auch moderner und zeitgenössischer Künstler, deren Gemälde eine ähnliche und mehrdeutige Schichtung aufweisen.
Diese Analyse basiert auf der persönlichen Arbeit der Teilnehmer und erweitert dadurch die visuelle Sprache und auch Konzepte. Dies schafft einen Dialog zwischen dem Studenten und dem Lehrer. Durch diesen Prozess bereichern die Studenten ihre Sicht auf die Malerei und können ihre persönliche Arbeit und Analyse hinterfragen und beleuchten. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir einige kleine Exkursionen machen, um einige Werke der venezianischen Schule zu besichtigen. Dies wird uns erlauben, die unterschiedlichen Konzepte zu vergleichen. Zuerst werden wir, wie bereits erwähnt, “La Tempesta” von Giorgione betrachten/ untersuchen/ analysieren, aber auch Zeitgenossen wie Jacopo Tintoretto mit seinen komplexen Kompositionen, den ungestümen Pinselstrichen von Francesco Guardi, den rätselhaften Werken von Giambattista Tiepolo und ihren gemeinsamen Vorfahren Giovanni Bellini.

Da ich diese Malerei Klasse als einen konstruktiven Dialog verstehe, der auf der Arbeit jedes einzelnen Schülers basiert, ist das Exkursionsprogramm noch nicht fixiert. Gemeinsam werden wir die Kraft der malerischen Geste untersuchen, die in der Beziehung zwischen dem Pinselstrich und der Klarheit und dem Ausdruck von Farbe liegt. Wie hat ein alter Meister seine Malerei konstruiert und wie können wir diesen Ansatz in eine zeitgenössische Malerei übersetzen? Schließlich werden wir eine Vielzahl malerischer Techniken wie Lasurtechnik und Primamalerei anwenden und lernen, diese zu kombinieren.

Diese Malerei Klasse ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen konzipiert.

Leitende Dozentin: Virginie Bailly, Brüssel

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